Den Weihnachtstisch richtig decken

Tischlein, deck dich!

Riechen Sie es? Es ist der Duft der Wohnnacht: Der Braten brät, die Kartoffeln sind gar, der Salat ist angerichtet und die Suppe am Köcheln. Nun können die Gäste kommen. Oh warte, eine wichtige Sache fehlt noch: Der Tisch. Der muss noch festlich gedeckt werden. Doch wie war das nochmal? Wo kommen die Messer hin? Und welche Gläser werden benötigt?

Adolph Freiherr Knigge hat irgendwann mal alles vorgeschrieben. Benimmregeln für jede Situation im Leben. Auch wie man einen Esstisch deckt, stammt von dem adligen Schriftsteller. Nichtsdestotrotz gibt es einige Regeln, einen festlichen Esstisch richtig zu decken. Der Clou liegt in der Anordnung und im Abstand von Geschirr und Gläsern.

Schritt 1: Tischdecke wählen

Als erstes kommt eine Decke auf den Tisch. Die ist aber kein Muss. Gerade ein Holztisch kann mit seiner Maserung ein aufregender Untergrund für die Dekoration des Tisches sein. Wer sich für eine Decke entscheidet, muss sich zunächst fragen, was das Thema der Deko ist: Die weiße Tischdecke ist der Klassiker. Sie wirkt edel und schick. Zu manchen Gelegenheiten möchte man aber eine gewisse Atmosphäre schaffen, die zum Essen oder der Jahreszeit passt: Zur Weihnachtszeit passen natürlich die Farbkombination Rot, Grün und Gold. Tischdecken mit heimeligen Weihnachtsmotiven, wie Tannenbäume, Lebkuchenmänner, Nikolause, Rentiere oder Weihnachtssterne geben dem Weihnachtstisch einen festlichen Feiertagsanstrich.

Aber es ist ja nicht immer Weihnachten: Eine weiß-blau karierte Tischdecke entführt die Gäste in ein bayrisches Brauhaus. Eine weiß-rote Tischdecke hingegen in ein italienisches Restaurant. Für die Herbstzeit bieten sich braune und rote Farbtöne an, während der Frühling mit einem saftigen Grün oder Blumenmotiven für Frische sorgt. Bei der Tischdecke ist nichts konkret vorgeschrieben. Sie haben also die Wahl!

Schritt 2: Der Platzteller

Der Platzteller ist kein Muss, aber eine gute Orientierung, damit man um ihn herum das Besteck und die Gläser platzieren kann. Er wird nicht als Teller genutzt. Vielmehr werden alle Gänge des Dinners auf ihm angerichtet. Diese können beim Dekorieren auch schon auf dem Platzteller positioniert werden.

Alternativ kann hier auch eine Serviette den Platz des Gastes markieren, um die dann alles weitere angerichtet wird. Für eine ausreichende Entfaltungsfreiheit des Gastes am Weihnachtstisch wird übrigens eine Gedeckbreite zwischen 60 und 80 Zentimetern empfohlen. Die Breite wird von Platztellermitte zu Platztellermitte abgemessen.

Schritt 3: Tischdeko platzieren

Eine große Tafel hätte genug Platz, um in der Mitte noch mit schmucker Tischdekoration aufzutrumpfen. Auf kleineren Tischen ist die Deko mehr eine dezente Abrundung. Der Umfang der Dekoration des Esstisches kommt also auf den Platz und das Thema des Dinners an. Zur Dekoration gehören natürlich Kerzenständer, ein Tischläufer oder frische Blumen.

Saisonale oder thematische Deko kann zusätzliches Ambiente an den Festtisch bringen. Wie wäre es mit einem kleinen Eiffelturm zur Haute Cuisine oder mit einem Schiff zum frischen Schlemmerfilet aus der Nordsee? Oder entführen Sie ihre Gäste zu einer Sommerparty doch in eine tropische Dschungellandschaft. Zur Silvesterfeier mit Raclette wird hingegen buntes Konfetti verstreut und zu Weihnachten könnten dicke Tannenzweige mit funkelnden Christbaumkugeln den Tisch zum Leuchten bringen. Aber bitte von allem nicht zu viel, schließlich sollen sich die Gäste nicht von der Dekoration erdrückt fühlen. Außerdem muss das ausschweifende Festtagsessen auch noch in der Mitte des Tisches Platz finden.

Schritt 4: Besteck richten

Das Anrichten des Bestecks folgt einer ganz einfachen Regel: Jeder Gang hat sein eigenes Besteck. So wie das Besteck später auch genutzt wird, soll es auch positioniert werden. Die Gabel ist folglich links und das Messer rechts vom Platzteller angeordnet. Der erste Gang ist ganz außen. Man „arbeitet“ sich als Gast beim Besteck also von außen nach innen vor. Manche Menüs bieten noch Brot als Vorspeise an. Hierfür kann ein kleiner Teller links vom Platzteller hingestellt werden, an dessen rechten Rand wiederum ein kleines Brotmesser liegt. Na, das klingt doch einfach, oder?

Schritt 5: Gläser platzieren

So einfach sich das Besteck platzieren lässt, so kompliziert wird es nun bei den Gläsern. Hier entscheidet sich zunächst, welche Getränke aufgetischt werden. Es kann an geselligen Abenden durchaus sein, dass zur Fischvorspeise ein Weißwein und zur deftigen Hauptspeise ein Rotwein gereicht wird. Mit dem obligatorischen Wasserglas sind folglich mindestens drei Gläser notwendig. Die haben jedoch alle ihren festen Platz am Esstisch: So gehört das Richtglas, also das Glas für das Getränk das zum Hauptgericht serviert wird und in der Regel auch das größte Glas ist (beispielsweise für den Rotwein), immer über das Messer vom Hauptgang.

Das Wasserglas steht leicht versetzt auf der rechten Seite des Richtglases. Dahinter wird das kleinere Glas, in der Regel das Weißweinglas, positioniert. Wird zwischen den Gängen der Rotwein gewechselt, kann auch das Glas gewechselt werden. Es kommt also kein Neues dazu, sondern das Alte wird nur ersetzt. Und falls Sie sich nun fragen, wo der Bierkrug hingehört? In jedem Fall immer an die Bar und selten auf eine festliche Tafel. Statt eines Weißweinglases könnte dort aber eine Pilstulpe ihren Platz finden.

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